Von der Katzenmusik ...

Die Fasnacht war schon immer von Musik begleitet. «Katzenmusik» nannte man sie früher, und an der Spritze der Gruppe, die mit ihren kakophonischen Klängen die Narren begleitete, wurde auf einer langen Stange ein Katzenkopf vorausgetragen. Der Ausdruck Guggamusik stammt aus der Innerschweiz und wurde allmählich auch bei uns heimisch.

1958 und 1959 marschierte an der Spitze des Schaaner Fasnachtsumzuges erstmals eine «Gugge-Musik». Sie wurde von Mitgliedern des Handharmonikaclubs gebildet.

Während vieler Jahre sorgte auch die Harmoniemusik unter dem Namen «Schaaner Kropf-Pfuffer» für die musikalische Begleitung des Umzugs. Auch die «Gampriner Gügeler» tauchen immer wieder in den Programmen auf.

1969 kamen die Zuschauer in den Genuss einer echten Innerschweizer Guggenmusik: Die «Barfuass-Fäger»               aus Luzern nahmen erstmals am Schaaner Umzug teil.

1970 Ihr Beispiel fand begeisterte Nachahmer. 1970 schlossen sich in Schaan zehn junge Mädchen und Burschen zum Verein «Schaaner Guggenmusik» zusammen und traten erstmals bei der Schaaner Fasnacht auf. Es folgten Auftritte in Frankreich, Deutschland und in der Schweiz. Seit1976 nennen sie sich «Röfischrenzer».

1972 werden die «Plunderhüüsler» als zweite Schaaner Guggenmusik gegründet (siehe Sonderausstellung im DoMuS).
In den Jahren danach entstanden auch in anderen Gemeinden Guggenmusiken: Törmleguger Vaduz (1974), Moschtgügeler Triesen (1976), Wildmannli Triesenberg (1980), Tuarbaguger Eschen (1982), Pföhrassla Balzers (1989)

2001 bildet sich am HPZ in Schaan die Guggenmusik Ratatätsch.

... zum Monsterkonzert

1976
fand am Fasnachtssamstag auf dem Platz vor der St. Peterskirche das erste Monsterkonzert statt, an dem sich rund 300 Guggenmusiker beteiligten. Es war der Beginn einer neuen Tradition, mit der die Bevölkerung auf das fasnächtliche Treiben vom Sonntag eingestimmt wurde.

1977
wurde das Monsterkonzert auf den Postplatz verlegt.

1978
musste das grosse Guggenmusiktreffen erneut umziehen. Bis zum Jahr 1989 fand es nun auf dem Parkplatz südlich des LKW-Gebäudes (heute Landesbank) statt. Von Jahr zu Jahr beteiligten sich mehr Musikfomationen, und auch die Zahl der begeisterten Zuschauer wuchs stetig.

1990
, nach dem Baubeginn des Landesbankgebäudes, gab es einen erneuten Ortswechsel zum Parkplatz hinter dem Café Risch.

1991 Seit 1991 findet das Monsterkonzert jeweils auf dem Lindenplatz statt. In den Jahren 1991 bis 1993 traten die verschiedenen Formationen auf einer mit Sattelschleppern improvisierten Bühne auf.

1994 schaffte die Narrenzunft für das Monsterkonzert eine eigene Bühne an, die jeweils am unteren Ende der Kirchstrasse aufgestellt wird und beim Fasnachtsumzug vom Sonntag auch vom Publikum benutzt werden kann.

Das Monsterkonzert vom Fasnachtssamstag wird zu einem in der Region bekannten und beliebten Anlass. In den letzten Jahren wurde es jeweils von rund 5'000 bis 6'000 Zuhörern besucht.